Fenstersprossen

Fenstersprossen gibt es in verschiedenen Ausführungen. Man unterscheidet zwischen glasteilender Sprosse, aufgeklebter Sprosse und der Scheiben-Zwischenraum-Sprosse. Fenstersprossen haben die Aufgabe die Verglasung des Fensters zu verschönern oder klassischer aussehen zu lassen. Besonders im Jugendstil wurden Sprossen als Gestaltungselement für Fenster benutzt und es entstanden zum Teil sehr aufwändige Einteilungen der Glasflächen.

Heutzutage werden Fenstersprossen meist zu dekorativen Zwecken genutzt. Entwickelt wurden sie jedoch aus einem ganz anderen Grund. Im 19. Jahrhundert war es nicht möglich, Fensterscheiben in jeder beliebigen Größe herzustellen. Ab einem gewissen Punkt war eine Scheibe einfach zu groß. Sollte trotzdem eine solch große Fläche verglast werden, gab es ein Problem. Dieses wurde durch Fenstersprossen gelöst. So war es möglich, ein großes Fenster in mehrere kleine Scheiben aufzuteilen und den Bereich zu Verglasen. Die Sprossen dienten als stabile und sichere Verbindung der einzelnen kleineren Fensterscheiben und waren damals aus Holz oder Metall. In der Epoche des Jugendstils wurde die Sprosse immer stärker als Gestaltungselement verwendet, um die Fenster kunstvoll zu verzieren.

Heute werden Sprossen fast ausschließlich zu diesem Zweck verwendet und bestehen je nach Sprossenart aus Aluminium oder Kunststoff. Die Glasteilende Sprosse kommt hierbei dem historischen Original am nächsten. Bei Kunststofffenstern besteht sie aus demselben Profil, welches den Rahmen bildet. Diese sogenannte Kämpfersprosse teilt das Glas in mehrere kleine Scheiben. Diese Sprossenart ist die kostenintensivste und aufwendigste Form für ein Sprossenfenster, da eine einzelne große Scheibe kostengünstiger, einfacher und schneller produziert werden kann. Auch die Sprossen sind um einiges teurer, da sie aus dem gleichen Kammersystem wie der Fensterrahmen bestehen.

Arten von Fenstersprossen

Es wird zwischen echten (glasteilende Sprossen) und unechten (aufgesetzte oder innenliegende Sprossen) Sprossenfenstern unterschieden.

  • Als echte Sprossenfenster bezeichnet man Fenster, bei denen mehrere kleine Glasscheiben durch Sprossen verbunden werden.
  • Unechte Sprossenfenster sind zum Beispiel Fenster mit der sogenannten Wiener Sprosse. Die Wiener Sprosse ist die Bezeichnung für ein zweiteiliges Fenstersprossensystem. Das System besteht aus einer inneren und äußeren Attrappe.

Aufgesetzte Sprossen bzw. Klebesprossen werden auf das Glas aufgeklebt und erzeugen so von weitem den Eindruck einer glasteilenden Sprosse. Aus der Nähe fällt die fehlende Sprosse im Schiebenzwischenraum jedoch auf. Hierfür wurde die sogenannte Wiener Sprosse entwickelt. Diese verdankt ihren Namen einer österreichischen Firma in der Nähe von Wien, in dem sie erfunden wurde. Es handelt sich hierbei um ein Aluminiumprofil, welches in den Scheibenzwischenraum eingebracht wird. Die Klebesprossen werden anschließend exakt in Höhe der Wiener Sprosse angebracht und es erweckte den Eindruck eines tatsächlichen Sprossenfensters. Dies wird vorwiegend zur Sanierung alter Gebäude verwendet. Aus Gründen des Denkmalschutzes und um die Optik und den Stil des Hauses beizubehalten werden hier oftmals Sprossenfenster benötigt. Da Klebesprossen mit Wiener Sprosse diese Optik erzeugen können und auch in der Anschaffung um einiges günstiger sind als Fenster mit glasteilenden Sprossen, werden diese gerne verbaut. Sie sind relativ flach und erwecken den Eindruck eines antiken Sprossenfensters mit Einfachverglasung. Zudem gibt es auch noch Sprossen für den Scheibenzwischenraum (SZR). Diese bestehen aus Aluminium oder Kunststoff, sind in verschiedenen Farben und Formen erhältlich und dienen lediglich zur Dekoration. Besonders für Küchenfenster sind diese eine beliebte Variante.

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