Brandschutztüren

Brandschutztüren sind ein wichtiger Bestandteil des vorbeugenden Brandschutzes in Gebäuden. Im Ernstfall tragen sie dazu bei, Menschenleben zu retten und Sachschäden zu minimieren. Daher ist es wichtig, bei der Wahl und Installation von Brandschutztüren sorgfältig vorzugehen und alle relevanten Faktoren zu berücksichtigen.

Brandschutztüren einfach online kaufen

Der vergessene Topf auf dem Herd, die vergessene Kerze auf dem Tisch – viele Brandgefahren lauern in jedem Gebäude. Sobald umliegende Gegenstände Feuer fangen, breitet sich Feuer schnell in dem Raum und den umliegenden Gebäuden aus. Damit dies nicht passiert, ist der Einsatz von Brandschutztüren unerlässlich. Sollte es doch zu einem Brand kommen, kann eine Brandschutztür den Brand abgrenzen und somit Leben retten. Diese Türen erfüllen besondere Brandschutzklassen und werden nach vorgegebenen Normen gefertigt. Je nach den Anforderungen des Gebäudes ist die Brandschutztür mit einem Linksanschlag oder einem Rechtsanschlag erhältlich.

Für besondere Sicherheit sorgen Brandschutztüren vor allem in Gebäuden, in denen ein höheres Aufkommen an Menschen vorkommt, zum Beispiel in Universitäten, Schulen, Verwaltungsgebäuden, Krankenhäusern, Altenheimen und Kindergärten.

Die feuerhemmenden Türen mit rauchhemmenden Eigenschaften müssen in langen Fluren, Treppenhäusern und an Fluchtwegen verbaut werden. Durch die Brandschutztüren kann die Feuerwehr schneller zum Brand vordringen und ihn löschen.

Brandschutz im Eigenheim - wann ist eine Brandschutztür Vorschrift?

In jedem Haus gibt es Stellen, an denen eine Brandschutztür sinnvoll ist. Eine Brandschutztür zwischen Heizungsraum oder Heizungskeller ist wichtig, da diese das restliche Haus abschirmen muss. Vor allem bei Öl- oder Gasheizungen ist es wichtig, den Bereich vom Wohnraum zu trennen.

Der Einsatz von einer Brandschutztür zwischen Garagen und Wohnräumen ist auch sinnvoll, da sich in Garagen viele hochentflammende Materialien und Mittel wiederfinden. Auch die Motorhitze und eventuelle Wagendefekte ergeben mit den gelagerten Kraftstoffen eine gefährliche Mischung.

Genaue Vorschriften entnehmen Sie bitte der Landesbauordnung Ihres Bundeslandes und Sonderbauschriften.

Was bezweckt die Brandschutztür bei Ihrem Eigenheim?

  • Verlangsamt die Ausbreitung eines Brandes

  • Fluchtwege bleiben sicher

  • Feuerwehr kann schneller zum Brand vordringen

Worauf sollte man beim Kauf von Brandschutztüren achten?

Beim Kauf von Brandschutztüren sollten Sie sich im Vorfeld ausführlich über die geltenden Normen und Vorschriften informieren. Insbesondere die Feuerwiderstandsklasse ist ein wichtiger Faktor bei der Wahl der richtigen Tür. Die Feuerwiderstandsklasse gibt an, wie lange eine Tür einem Feuer standhalten kann, bevor sie ihre Schutzwirkung verliert. Je nach Gebäudeart und -nutzung gibt es unterschiedliche Anforderungen an die Feuerwiderstandsklasse.

Weitere wichtige Eigenschaften von Brandschutztüren sind unter anderem Schalldämmung, Einbruchhemmung und Rauchdichtheit. Diese Eigenschaften können dazu beitragen, die Schutzwirkung der Türen zu erhöhen und das Risiko von Schäden im Ernstfall zu minimieren.

Es ist empfehlenswert, bei der Wahl dieser Türen auf Zertifizierungen und Kennzeichnungen wie das CE-Kennzeichen oder das Prüfzeichen des Deutschen Instituts für Bautechnik (DIBt) zu achten. Diese Kennzeichnungen geben an, dass die Tür für den Einsatz im Brandfall zugelassen und geprüft wurde.

Auf welche Kriterien müssen Sie bei dem Einbau einer Brandschutztür achten

Generell hängt die Leistungsfähigkeit von Brandschutztüren stark von deren Einbau ab und davon, in welche Türöffnung sie montiert wird. Denn nicht jede Brandschutztür erfüllt ihre Funktion in jeder Wand. Die bauaufsichtliche Zulassung unterscheidet folgende Materialien bei Wänden: Beton, Mauerwerk, Porenbetonstein, Gips-Wandbauplatten, Holztafelwände oder leichte Trennwandsysteme nach DIN 4102-4 oder allgemeinen bauaufsichtlichen Prüfzeugnissen. Sollten diese Wände nicht zum Einsatz kommen, können die Brandschutztüren auch an Stützen aus Mauerwerk, Stützen oder Trägern aus Stahlbeton, bekleideten Stahlbauteilen oder Holzbauteilen angebracht werden. Jedes Bauteil und die Funktionen müssen betrachtet und geprüft werden, damit die Tür auch den Anforderungen des Brandschutzgesetzes entspricht.

Funktion und Anforderungen an eine Brandschutztür:

Grundsätzlich ist die Brandschutztür selbstschließend. Eine weitere Funktion ergibt sich aus der Materialzusammensetzung. Die Tür ist aus feuerhemmendem und feuerbeständigem Material zusammengesetzt. Sie besteht in der Regel aus mehreren Teilen. Das verbaute Material kann in verschiedene Brandstoffklassen eingeteilt werden: nicht brennbar, schwer entflammbar, normal entflammbar und leicht entflammbar.

Funktionen

  • Selbstschließend

  • Funktionalität muss über einen längeren Zeitraum gegeben sein

  • CE-Kennzeichnen

  • Zulassungsschild*

*In dem Zulassungsschild muss Folgendes vermerkt sein: Hersteller der Brandschutztür, die Feuerwiderstandsklasse, die Angaben zur Überwachung und die Jahresangabe zur Herstellung der Brandschutztür.

Hinweis: Ohne ein Zulassungsschild betrachtet der Gesetzgeber die Brandschutztür als nicht ordnungsgemäß.

Brandschutztür

Unterschied zur Rauchschutztür

Brandschutztüren schließen hauptsächlich Brände aus (feuerfester Abschluss), schließen aber bei Bedarf auch Brände und Rauch aus. Die rauchhemmende Abdichtung ist jedoch nicht unbedingt die Aufgabe von Brandschutztüren. Aus diesem Grund gibt es Rauchschutztüren (RS-Türen), die sich von Feuerschutztüren unterscheiden, indem sie die Rauchentwicklung im Gebäude nur innerhalb einer bestimmten Zeit verhindern. Rauchschutztüren sind noch wertvoller, da sich der Rauch schneller ausbreitet und meist bedrohlicher ist als das Feuer selbst.

Ergänzt durch Dichtungssysteme und Schwellen sind Rauchschutztüren grundsätzlich normale Mehrzwecktüren. Wie Brandschutztüren sind sie selbstschließend. An welcher Stelle Gebäudebetreiber Rauchschutztüren verbauen sollten ist in der § 35 Abs. 3 Musterbauordnung (MBO) festgelegt.

Vorschriften und Neuerungen bei Brandschutztüren seit 2019

Seit 2019 müssen Hersteller und Betreiber neuen Anforderungen und Klassifizierungen im Bereich Brandschutz berücksichtigen. Denn Brandschutztüren werden nicht mehr als T30, T60 oder T90 klassifiziert. Wobei das T für „Tür“ steht und die Zahl für die Zeit der Tür, so lange muss die Tür dem Feuer standhalten. Die Türen werden ab sofort nach dem neuen europäischen Standard klassifiziert. Die Klassifizierung Brandschutztür T30 wird zu: EI230 C5 Sa .

Die Bedeutung der Klassifizierungen nach europäischer Norm:

  • E = Raumabschluss (Verhinderung der Flammenausbreitung)

  • I = Isolation (Begrenzung der Oberflächentemperatur an der feuerabgekehrten Seite der Tür)

  • 2 = Messbereich der Isolation am Türblatt, Abstand von 100 mm vom Rand)

  • S = Rauchdichtheit

  • C = selbstschließende Abschlüsse

  • 5 = 0 - 5 Anzahl der Schließzyklen vor Feuerschutzprüfung (0, 500, 10.000, 50.000, 100.000, 200.000 mal)

Feuerhemmende oder feuerfeste Tür – Wo ist der Unterschied?

Ein wichtiger Faktor beim Kauf von Brandschutztüren ist die Feuerwiderstandsklasse. Hierbei ist es wichtig, zwischen feuerhemmenden und feuerfesten Türen zu unterscheiden.

Eine feuerhemmende Tür bietet einen begrenzten Schutz gegen Feuer und Hitze. Diese Tür kann einem Brand nur für kurze Zeit standhalten und verhindert in erster Linie die Ausbreitung von Feuer und Rauch in angrenzende Räume. Feuerhemmende Türen haben in der Regel eine Feuerwiderstandsklasse von EI30 oder EI60, was bedeutet, dass sie einem Feuer 30 bzw. 60 Minuten widerstehen können.

Im Gegensatz dazu ist eine feuerfeste Tür gegen Feuer und Hitze komplett widerstandsfähig. Sie ist so konzipiert, dass sie selbst bei extremen Temperaturen nicht brennt oder nachgibt. Feuerfeste Türen werden mit der Feuerwiderstandsklasse von EI90 oder EI120 angegeben, sodass sie einem Feuer 90 bzw. 120 Minuten standhalten können.

FAQ: Wichtige Fragen und Antworten zu Brandschutztüren

Wo muss eine Brandschutztür eingebaut werden?

Sie müssen in der Regel in allen Gebäuden mit mehr als zwei Stockwerken und in Gebäuden mit besonderen Gefahrenquellen wie zum Beispiel Chemielaboren oder Industrieanlagen eingebaut werden. Es ist wichtig, dass die Brandschutztüren an den richtigen Stellen platziert werden, um den Fluchtweg sowie angrenzende Räume zu schützen. In der Regel müssen sie in den folgenden Bereichen integriert werden:

  • Treppenhäuser
  • Flure
  • Durchgänge zwischen verschiedenen Nutzungen wie zum Beispiel Wohnungen und Kellerräumen

Es ist wichtig, dass sie den Anforderungen der geltenden Normen und Vorschriften entsprechen und ausreichend Feuerwiderstandsklasse sowie Rauchdichtheit aufweisen, um im Brandfall zuverlässig zu funktionieren.

Wer darf eine Brandschutztür einbauen?

Das Einbauen erfordert ein gewisses Maß an Fachkenntnis und Erfahrung. Aus diesem Grund ist es empfehlenswert, einen Fachbetrieb mit der Installation zu beauftragen, der über entsprechend geschultes Personal und Fachwissen verfügt. Dieser sollte in der Lage sein, die Brandschutztüren gemäß den geltenden Normen und Vorschriften ordnungsgemäß zu installieren und sicherzustellen, dass sie im Ernstfall zuverlässig funktionieren.

Welche Brandschutztüren müssen geprüft werden?

Alle Brandschutztüren müssen geprüft werden, unabhängig davon, ob sie als Abschlüsse für Brandabschnitte, Rauchschutzabschlüsse oder als Türen für Rettungswege dienen. Dazu gehören auch Türen in Fluchtwegen, Türen für technische Räume und andere Türen, die für den Brandschutz relevant sind.

Die genauen Prüffristen sind in der Regel in den geltenden Vorschriften und Normen festgelegt und sollten von einem Fachmann für Brandschutz und Türtechnik durchgeführt werden, der über die erforderlichen Zulassungen und Schulungen verfügt.

Wie oft muss man Brandschutztüren prüfen?

Die Prüfung von Brandschutztüren sollte in regelmäßigen Abständen erfolgen, um sicherzustellen, dass sie den geltenden Normen und Vorschriften entsprechen. Im Normalfall müssen sie alle 2-3 Jahre geprüft werden. Im Falle von intensiver Nutzung oder bei starken Beanspruchungen kann es sinnvoll sein, die Türen häufiger zu prüfen.

Eine regelmäßige Überprüfung der Türen trägt dazu bei, mögliche Mängel oder Defekte frühzeitig zu erkennen und zu beheben. Hierdurch kann im Ernstfall sichergestellt werden, dass die Tür zuverlässig funktioniert und im Bedarfsfall Leben und Sachwerte schützt.

Warum müssen Brandschutztüren geschlossen sein?

Brandschutztüren müssen in der Regel immer geschlossen gehalten werden, um im Falle eines Brandes eine Ausbreitung von Feuer und Rauch zu verhindern. Das bedeutet, dass die Tür selbstschließend sein muss, damit sie im Ernstfall automatisch schließt und somit den Fluchtweg sowie angrenzende Räume schützt.

Durch das Schließen der Brandschutztüren wird verhindert, dass sich Rauch und Feuer ausbreiten und somit weitere Räume und Stockwerke des Gebäudes in Mitleidenschaft gezogen werden. Auf diese Weise wird auch sichergestellt, dass Personen in benachbarten Räumen und Stockwerken genug Zeit haben, um sich in Sicherheit zu bringen.

Sie sollten deshalb niemals blockiert oder offengehalten werden. Im Ernstfall kann das Offenhalten von Brandschutztüren dazu führen, dass sich Feuer und Rauch schneller ausbreiten und dadurch Personen in Gefahr bringen.

Wann dürfen Brandschutztüren offen sein?

Es gibt bestimmte Situationen, in denen Brandschutztüren geöffnet werden dürfen. Dies kann beispielsweise der Fall sein, wenn ein Fluchtweg durch die Tür führt und die Tür im Notfall von selbst aufgeht. Auch bei regelmäßigen Inspektionen und Wartungsarbeiten kann die Tür geöffnet werden. In der Regel müssen jedoch spezielle Maßnahmen getroffen werden, um sicherzustellen, dass die Tür im Ernstfall sofort wieder schließt und somit ihre Schutzwirkung nicht verliert.

Im Allgemeinen sollten Brandschutztüren immer geschlossen sein, um im Falle eines Brandes einen zuverlässigen Schutz zu bieten. Offene Brandschutztüren führen dazu, dass sich Rauch und Feuer rasch ausbreiten und somit die Schutzwirkung der Türen reduziert wird.

War diese Kategoriebeschreibung für Sie hilfreich?
Sehr hilfreich Hilfreich In Ordnung Wenig hilfreich Gar nicht hilfreich Ø 0 (0 Bewertungen)
Danke für Ihre Bewertung! Sie haben diese Seite bereits bewertet.
oder