Fensterprofile

Fenster sind heutzutage nicht nur eine Öffnung nach außen, sondern sie geben dem Haus einen individuellen Charakter. Das Design des Fensters bestimmt maßgeblich die Gesamtoptik eines Gebäudes. Die Anforderungen, denen Fensterprofile gerecht werden müssen, sind in den letzten Jahren enorm gestiegen. Die Fensterprofile sollen den Wärme-, Einbruch- und Schallschutz sowie der Statik mit ansprechender Optik gerecht werden. Nur moderne Fenstersysteme, die diesen Ansprüchen genügen, setzen sich am Markt durch. Fensterprofile verbinden Rahmen und Flügel eines Fensters. Fensterprofile haben unterschiedliche Aufgaben und sind in verschiedenen Bautiefen erhältlich, die die Funktionen der Fenster unterstützen. Fensterprofile für Kunststofffenster erlangen dank neuer Technik beste Werte im Bereich Wärmedämmung und sind daher sehr beliebt. Es stehen moderne vier- bis acht Kammerprofile zur Verfügung, um die höchstmögliche Qualität, Wärmeisolation und Energieeinsparung sicherzustellen.

Fensterprofile aus Kunststoff

Spricht man von Kunststofffenstern, bestehen die Rahmen und Flügel des Fensters aus Kunststoff. Die Qualität des Fensters hängt bei Kunststofffenstern von der Anzahl der Kammern ab. Die Kammern bestimmen über die Dämm- und Wärmeisolierung. Die Mehrkammersysteme, welche teilweise noch mit dämmendem Material gefüllt sind, sorgen für Wärmedurchgangskoeffizienten, die mit den Werten von Holzfenstern vergleichbar sind. Zweikammersysteme gelten heutzutage als überholt und die meisten Hersteller bieten bereits Dreikammersysteme und höher an. Unter Kammersystem versteht der Fachmann im Fensterbau eine Konstruktionsweise bei Kunststofffenstern, die das Profil des Fensters und des Rahmens in zum Beispiel 2 - 5 verschiedene Kammern teilt. Diese unterstützen unter anderem die Wärme- und Schallschutzfunktion und sind so beschaffen, dass eine optimale Statik des Fensters entsteht. Um die Statik und Steifigkeit der Fenster zu erhöhen, verbaut man in den Kunststoffprofilen häufig stabilisierendes Metall. Die Verstärkung der Profile aus Kunststoff wird Armierung genannt. Mit dieser Verstärkung ist es möglich, großflächige Kunststofffenster mit großer Flügelweite zu bauen. Um die Wärmebrücken der Stahlverstärkung zu verringern, werden in Fensterprofilen aus Kunststoff immer öfter kohlefaserverstärkte Kunststoffe verwendet. Diese ersetzen das stabilisierende Metall und verbessern somit die Wärmedämmung der Kunststofffenster ohne Stabilitätsverlust. Somit bleibt sowohl der Einbruchschutz als auch Wärmeschutz mit dieser Profilvariante gewährleistet. Für das vielfältige Design der Fensterprofile aus Kunststoff sorgen diverse Profilformen, Oberflächenstrukturen und Farben.

Fensterprofile aus Aluminium

FSpricht man von Aluminiumfenstern, bestehen die Rahmen und Flügel des Fensters aus sogenannten stranggepresstem Leichtmetall. Fensterprofile aus Aluminium sind besonders stabil, witterungsbeständig und sind zu 100 % recycelbar. Dank der Leichtigkeit des Werkstoffs Aluminium sind große Spannweiten realisierbar, ohne dass die Fenster zu schwer werden. Durch ihre Stabilität bieten Fensterprofile aus Aluminium hohe Sicherheitsstandards. Durch den Einbau spezielles Sicherheitsglas, Sicherheitsschlösser, Sicherheitsbeschläge und Sicherheitsschließbleche widersteht ein Alufenster fast jedem herkömmlichen Einbruchsversuch. Fensterprofile verbinden Flügel und Rahmen und haben einen großen Anteil an der gesamten Wärmedämmung des Fensters. Im Vergleich zu anderen Materialien wie Kunststoff oder Holz weist Aluminium eine gute Wärmeleitfähigkeit auf, die unter energetischen Gesichtspunkten ungünstig für den Fensterbau ist und war in der Vergangenheit für die Herstellung von reinen Aluminiumfenster ungeeignet. Deshalb muss hier bewusst auf die thermische Trennung zwischen innerem und äußerem Fensterprofil geachtet werden. Neue Techniken ermöglichen den Einsatz von Aluminiumfensterprofilen. Durch die Verwendung von Mehrkammerprofilen weisen auch Profile aus Aluminium hervorragende Dämmwerte auf.

Fensterprofile aus Holz

Spricht man von Holzfenstern, bestehen die Rahmen und Flügel des Fensters aus Holz. Holz ist der Klassiker unter den Fensterbaustoffen. Fensterprofile aus Holz besitzen eine natürliche Optik, hohe Stabilität sowie Tragfestigkeit und sehr gute Wärmedämmung. Holz ist ein natürlicher und nachwachsender Werkstoff, der mit entsprechenden Holzschutzmitteln gut Wind und Wetter standhalten kann. Ohne die Schutzmittel hat Holz gegenüber Witterungseinflüssen nur eine begrenzte Beständigkeit vorzuweisen. Fensterprofile aus Holz haben eine sehr gute Dämmwirkung, was sich jedoch in einem höheren Gesamtgewicht des Profils und letztlich des Fensters niederschlägt. Auf zusätzliche technische Hilfsmitteln in Form von Mehr-Kammer-Fensterprofilen kann verzichtet werden. Holzprofile besitzen wichtige Eigenschaften wie Wärmeschutz, Einbruchschutz sowie Schallschutz, die ein Fenster haben muss. Individuelle Anforderungen können durch eine spezielle Verglasung oder Beschläge umgesetzt werden. Holzfensterprofile werden schichtweise verleimt und im Flügel verbaut. Für die Dichtigkeit der Fensterprofile sorgen spezielle Dichtungen, sodass keine Feuchtigkeit und Luft in das Fensterprofil eindringen können.

Fensterprofile aus Stahl

Fensterrahmen und -flügel aus Stahl kommen dort zum Einsatz, wo eine hohe Stabilität der Fensterrahmenkonstruktion gefragt ist. Die gewalzten Stahlprofile werden den hohen Anforderungen an die statische Belastung gerecht. Allerdings besitzt auch Stahl im Vergleich zu anderen Materialien wie Kunststoff oder Holz eine gute Wärmeleitfähigkeit, die wieder unter energetischen Gesichtspunkten ungünstig für die Fensterproduktion ist, deshalb werden Stahlprofile ebenfalls mit Kammern versehen.

Fensterprofile aus verbundenen Werkstoffen

Verbundene Profile sind im eigentlichen Sinne Profile, die aus zwei Werkstoffen - zum Beispiel Kunststoff und Stahl - im Verbund hergestellt werden. Bei Holz-Aluminium-Fenstern schützt ein Außenprofil aus Aluminium das gesamte Fenster vor Witterungseinflüssen.