Glasaufbau - Glasstärke
Moderne Verglasungen für Fenster und Türen sind heutzutage echte Allrounder. Sie halten nicht nur die Wärme im Gebäudeinneren, sondern erfüllen darüber hinaus eine Vielzahl weiterer Eigenschaften wie Sonnen-, Schall- und Einbruchschutz. Eine optimale Fensterglas Dicke hilft massiv beim Sparen von Heizenergie und senkt die Kosten. Spezielle Beschichtungen ermöglichen zudem, dass die Sonnenstrahlung als solare Wärmequelle genutzt wird und die Wärmeenergie in den Wohnbereich zurückstrahlt.
Verglasungsaufbau: So berechnet sich die Fensterglas Dicke
Ein moderner Glasaufbau besteht, je nach Anforderung, aus mindestens zwei Glasscheiben mit einer Glasstärke von 4 bis 8 mm. Diese werden durch einen Scheibenzwischenraum (SZR) von 10 bis 16 mm getrennt und durch den sogenannten Randverbund fest zusammengehalten. Der SZR ist heutzutage mit Edelgasen (Argon oder Krypton) gefüllt, welche für die wärmedämmende Wirkung des Fensterglases sorgen.
Die Maße der Verglasung werden meist als Ziffernfolge angegeben. Für eine typische 3-fach Verglasung lautet diese beispielsweise: 4/12/4/12/4. Das bedeutet, das Fensterglas besteht aus drei Scheiben mit jeweils 4 mm Dicke und zwei Scheibenzwischenräumen von je 12 mm.
Die Gesamtstärke der 3-fach Verglasung berechnet sich somit wie folgt:
4 mm Glas + 12 mm SZR + 4 mm Glas + 12 mm SZR + 4 mm Glas = 36 mm Fensterglas Dicke.

Der Randverbund im Glasaufbau
Die einzelnen Glasscheiben werden im Randbereich durch den sogenannten Randverbund mit speziellen Abstandhaltern sowie Klebe- bzw. Dichtstoffen verbunden. Ein wichtiges Qualitätsmerkmal ist hierbei die Abdichtung für den Einschluss der Gasfüllung. Maßgebend für die Lebensdauer einer funktionierenden Isolierverglasung ist ein dauerhaft dichter Randverbund. Der Raum wird mit einer dauerelastischen Dichtung (z.B. Polyisobutylen) versehen, die das Eindringen von Feuchtigkeit in den Glasaufbau verhindert.
Die Abstandhalter bestehen aus Aluminium, Edelstahl oder Kunststoff. Im Vergleich zu Kunststoff sind Standard-Abstandhalter aus Aluminium Energieverschwender (die sogenannte kalte Kante führt zu Wärmeverlusten). Abhilfe schafft hier die Warme Kante (engl. Warm Edge), welche die Wärmeverluste am Randverbund drastisch reduziert.
Scheibenzwischenraum (SZR) & Isolierung
Bei einer modernen Mehrfachverglasung wird der Raum zwischen zwei Glasscheiben als Scheibenzwischenraum (SZR) bezeichnet. Der Abstand liegt in der Regel zwischen 10 mm und 16 mm und ist abhängig von den Anforderungen an Sicherheits-, Wärme- oder Schallschutz. Der Abstand zwischen den Glasschichten hat, genau wie die eigentliche Fensterglas Stärke, einen maßgeblichen Einfluss auf die Dämmwerte.
Gasfüllungen für bessere U-Werte
Früher wurden die Scheibenzwischenräume mit getrockneter Luft befüllt. Heutzutage befinden sich Edelgase wie Argon, Krypton oder Xenon im SZR. Diese bewirken, dass sich der Wärmedurchgangskoeffizient (U-Wert) um 0,3 bis 0,5 W/m²K verbessert. In Kombination mit passenden Glasstärken und speziellen Beschichtungen werden so exzellente Dämmwerte erzielt.
Beschichtungen der unterschiedlichen Glasstärken
Nicht nur die Fensterglas Dicke bestimmt die Qualität, sondern auch die Positionierung spezieller Beschichtungen im Verglasungsaufbau. Diese befinden sich meist gut geschützt im Scheibenzwischenraum (z. B. Pos. 2 oder Pos. 3). Die Nummerierung erfolgt stets von außen nach innen.
Positionen bei 2-fach Verglasung:
- Position 1: Außenseite der äußeren Glasscheibe
- Position 2: Innenseite der äußeren Glasscheibe
- Position 3: Außenseite der inneren Glasscheibe
- Position 4: Innenseite der inneren Glasscheibe
Positionen bei 3-fach Verglasung:
- Position 1: Außenseite der äußeren Glasscheibe
- Position 2: Innenseite der äußeren Glasscheibe
- Position 3: Außenseite der mittleren Glasscheibe
- Position 4: Innenseite der mittleren Glasscheibe
- Position 5: Außenseite der inneren Glasscheibe
- Position 6: Innenseite der inneren Glasscheibe

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