Sprossen im SZR

Sprossenverglasung von Fenstern gehört zum landschaftlich typischen Erscheinungsbild von vielen Regionen in Deutschland sowie in Europa. Dort sind Sprossen im Isolierglas weit verbreitet. Die Scheibenzwischenraumsprosse oder auch kurz SZR-Sprosse genannt, hat ihren Platz, sowie es der Name schon sagt, im Scheibenzwischenraum und gehört zu den unechten Sprossen. Sie ist kostengünstig und erleichtert die Pflege der Glasflächen. Die metallische Sprosse im Scheibenzwischenraum des Isolierglases ist allerdings auch ein thermischer Kurzschluss und führt zum Verschlechtern des U-Wertes und der Schalldämmwerte. Aus bauphysikalischer Sicht sind Sprossen durchaus ein sehr wichtiges Thema. Soll auf Sprossen im Scheibenzwischenraum nicht verzichtet werden, bleibt für die SZR-Sprosse nur die Möglichkeit, die Wärmebrücke Sprosse wärmetechnisch zu optimieren. Materialien mit einer deutlich geringeren Wärmeleitung als Metalle kommen für die Scheibenzwischenraumsprosse in Frage. Hierfür eignen sich zum Beispiel Kunststoffe. Wird Kunststoff verwendet, kann man auf die bei Isolierglas-Abstandhaltern notwendige metallische Dampfsperre verzichten, da sich die Sprosse im Scheibenzwischenraum befindet. Weitere Maßnahmen zur Verbesserung des U-Wertes sind durch den Einsatz einer Dreifachverglasung oder die wärmetechnische Optimierung der Fensterrahmenprofile oder gegebenenfalls die Kombination beider Maßnahmen zu erreichen. Dreifachisolierglas wird zunehmend zu einem Standardprodukt und hat einen stetig steigenden Marktanteil. Bei SZR-Sprossen wäre es aus bautechnischer Sicht wichtig, dass die Sprosse in den Scheibenzwischenraum der Witterungsseite angeordnet wird und der raumseitige Scheibenzwischenraum keine Sprosse enthält. Bei Isolierglaseinheiten mit eingebauten Sprossen können unter ungünstigen Umgebungsbedingungen oder auch konstruktionsbedingt Klappergeräusche entstehen.

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