Wärmeschutzverglasung

Was ist eine Wärmeschutzverglasung?

Unter dem Begriff Wärmeschutzverglasung ist die Herstellung und Verwendung von Fenstern zu verstehen, die aufgrund ihrer Bauart isolierende Eigenschaften besitzen. Aufgrund der aktuellen Wärmeschutzverordnung, die für Neu- und Umbauten an Häusern einen bestimmten Wärmeschutzfaktor vorschreibt, müssen Fenster und Türen eine Isolation aufweisen, die diesem Faktor entsprechen. Dabei geht es um die Isolation des gesamten Hauses. Das Gesetz macht hier keinen Unterschied, sondern betrachtet den gesamten Verlust an Heizenergie. Dabei sind gerade Fenster oft verantwortlich für hohe Heizverluste. Mit der richtigen Wärmeschutzverglasung lassen sich diese Verluste aber erheblich reduzieren.

Heutzutage besitzen moderne Wärmeschutzverglasungen spezielle Beschichtungen, die die Eigenschaft haben, kurzwellige Strahlungen (z.B. Sonnenenergie) fast ungehindert durchzulassen und die langwelligen Strahlungen (z.B. Heizenergie) nicht passieren zu lassen. Die Wärme bleibt im Gebäudeinneren und das hilft beim Sparen von Heizkosten.

Wärmeschutzverglasung mit Zweifach-Verglasung

Die Isolation eines Fensters wird nach der DIN EN 673 berechnet. Dabei werden die Glasdicke der einzelnen Scheiben, der Scheibenzwischenraum sowie das Gas zwischen den Scheiben in die Berechnung einbezogen.

Je nach Kombination dieser einzelnen Komponenten kann eine Zweifachverglasung einen ähnlichen Ug-Wert (Wärmedurchgangskoeffizienten des Glases) wie eine Dreifachverglasung erreichen. Ein Beispiel dazu könnte so aussehen:

Das Glas besitzt eine Stärke von 4 mm, der Scheibenzwischenraum beträgt 16 mm und das Gas im Zwischenraum besteht zu 90 % aus Argon und 10 % Luft. Mit diesen Parametern erreicht ein zweifach verglastes Fenster einen Ug-Wert von 1,1 W/m²K. Dazu kann das Fenster noch zusätzlich foliert werden, um die Aufnahme der direkten Sonneneinstrahlung zu verbessern. Der Vorteil der Zweifachverglasung ist das geringere Gewicht und der niedrigere Preis.

2-fach Verglasung

Wärmeschutzverglasung mit Dreifach-Verglasung

Eine Dreifachverglasung kann einen Ug-Wert von bis zu 0,5 W/m²K erreichen. Dieser hervorragende Wert kommt aber nur dann zum Tragen, wenn das Gesamtkonzept der Isolierung des Gebäudes stimmt. So sollte die Fassaden- sowie die Dachisolierung einen Wert von unter 0,2 W/m²K besitzen, denn ansonsten würden sich die Mehrkosten für eine Dreifachverglasung nicht lohnen und aufgrund des niedrigeren Gewichtes sowie des höheren Lichteinfalls wäre eine Zweifachverglasung besser.

Vom Bauprinzip ist die Dreifachverglasung ähnlich einer Zweifachverglasung, allerdings meist mit geringeren Glaszwischenräumen. Diese werden aber durch die zusätzliche dritte Glasscheibe egalisiert.

3-fach Verglasung

Welche Wärmeschutzverglasung verwendet wird, sollte vom bestehenden Gesamtwärmeschutzfaktor des Gebäudes abhängig gemacht werden.

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